DFG-Forschungsprojekt | Project funded by the German Research Foundation

Der Gegenstand des Forschungsprojekts ist die Rezeption der europäischen Philosophie in Japan seit dem späten 19. Jahrhundert. Das dreijährige Projekt zielt darauf ab, diese Rezeption als einen Prozess der Übersetzung darzustellen. Die zentrale These lautet: Übersetzen ist eine Form philosophischen Denkens und Philosophie eine Form der Übersetzung. Die historische Komponente dieser These konzentriert sich auf die Geschichte der japanischen Philosophie und bringt diese als eine Geschichte der Übersetzung zur Darstellung. Als einer der komplexesten Prozesse von Übersetzung in der Philosophiegeschichte bietet die Japanische Philosophie eine Kontrastfolie zu den innereuropäischen Übersetzungswegen wie der antiken Latinisierung oder neuzeitlichen Vernakularisierung von Philosophie. Das Projekt nähert sich der genannten Kernthese anhand einer Untersuchung der ersten hundert Jahre japanischer Philosophiegeschichte ab 1862, ausgehend von der Übersetzung zentraler Begriffe und Texte, wie sie in den frühesten Lexika wie das Tetsugaku Ji’i (1881) oder schließlich im Werk Ueda Shizuterus (*1926) sichtbar werden.

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Wichtiger Bestandteil meines Projekts ist die Bearbeitung des ersten japanischen Wörterbuchs der Philosophie Tetsugaku Ji’i 哲學字彙 in der 3. Auflage von 1912.

Mit einer Suchfunktion ist dies nun im Team erarbeitet zugänglich unter

https://www.tetsugaku-jii.org

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